Kletterpflanzen

Kletterpflanzen wollen hoch hinaus. Auf wenig Platz bieten sie viel Grün und viele Sorten auch attraktive Blüten. Bei echtem Wein und Kiwis sogar essbare Früchte. Je nach Gattung, Art und Sorte können Sie höhere Sträucher und Bäume als natürliche Kletterhilfe verwenden. Meist werden Kletterpflanzen an Zäunen, Pergolen, Carports und an Hauswänden verwendet.

Clematis: humoser Boden im Halbschatten ist für fast alle Clematis ideal. Clematis können Sie etwa 5 cm tiefer pflanzen als sie im Topf standen. Mit berührungsempfindlichen feinen Blattstielen können sie an senkrechten und waagerechten Kletterhilfen ranken.
Clematis-Hybriden mit großen bis mittelgroßen Blüten werden 2 bis 3,5 m hoch, sind besonders beliebt, aber auch etwas empfindlicher (Clematiswelke). Die Hauptblüte liegt je nach Sorte zwischen Mai und September.
Clematis montana sind robust, werden bis etwa 10 m hoch und blühen im Frühjahr überreich – aber nur etwa 3 Wochen lang.
Clematis alpina klettern 2 bis 4 m hoch, blühen im April / Mai, sind gut schattenverträglich und blühen oft im August oder September nach.
Clematis viticella blühen von Juni bis September mit meist kleinen Blüten, aber in großer Blütenfülle. Sie sind robust, vertragen auch schattigere Plätze und sind unbedingt empfehlenswert.
Clematis orientalis sind äußerst robust und resistent gegen Krankheiten. Die glockenförmigen oder kugeligen Blüten erscheinen ab Juli bis September / Oktober. Die filigranen, silbrigen Fruchtstände halten bis in den Winter.
Geißblatt (Jelängerjelieber) Lonicera windet sich je nach Sorte 7 bis 12 m hoch. Lonicera henryi ist in milden Wintern immergrün, die nicht so auffällige Blüte erscheint im Juni / Juli. Andere Arten und Sorten blühen auffälliger und länger. Genaue Informationen finden Sie auf dem Etikett jeder Kletterpflanze.
Efeu (Hedera) ist zuverlässig immergrün, gedeiht besonders gut im Halbschatten und klettert mit Haftwurzeln an Wänden oder Bäumen 20 bis 30 m hoch. Die späten Blüten im September sind eine wertvolle Bienenweide. Schnittmaßnahmen sind jederzeit möglich. In unserem Sortiment finden Sie auch besondere Blattformen und -farben.
Wilder Wein (Jungfernrebe): mit Ranken und Haftscheiben geht es ganz hoch hinaus (20 bis 30 m) Parthenocissus quinquefolia hält an Hauswänden nicht so gut wie die Sorten ,Engelmannii’ und ,Veitchii’. Bei sonnigem Standort hat Wilder Wein eine atemberaubende Herbstfärbung (scharlachrot).
Blauregen (Glyzinie) blüht je nach Sorte mit blauen, violetten, rosafarbenen oder weißen Blüten. Wisteria sinensis (Chinesischer Blauregen) und Wisteria floribunda (Japanischer Blauregen) sind extrem wuchsfreudige Schlingpflanzen (etwa 20 m). Daher sind robuste und langlebige Klettergerüste (Kletterseile) nötig. Bauschäden sind möglich. Blauregen ist giftig. Wisteria lässt sich sehr gut als kleines, sehr elegantes Bäumchen ziehen – eine Auswahl dieser Bäumchen finden Sie in unserer Baumschule.
Schlingknöterich (Fallopia aubertii) windet sich mit bis zu 3 m pro Jahr sehr flott nach oben (Höhe 8 bis 15 m, Breite 5 bis 7 m). Die weißen, bis 20 cm langen Rispenblüten duften angenehm und erscheinen zwischen Juni und September. Wie bei Blauregen sind robuste Klettergerüste (auch Bäume) nötig.
Pfeifenwinde (Aristolochia durior oder A. macrophylla) wird 6 bis 10 m hoch, benötigt humose und nährstoffreiche Böden an windgeschützten und nicht zu sonnigen Standorten. Aristolochia windet sich bis zu 1,5 m pro Jahr. Ein Rückschnitt ist ganzjährig möglich. Die großen herzförmigen Blätter sind äußerst elegant.
Trompetenblume (Campsis) erreicht mit Haftwurzel bis 10 m Höhe. Ein zusätzliches Rankgerüst ist empfehlenswert. Die sehr attraktiven lachsroten Blüten erscheinen von Juli bis September. Standort: sonnig auf frischen und humosen Böden.
Kletterhortensien (Hydrangea petiolaris) klettern mit ihren Haftwurzeln bis 6 m hoch, zum Teil auch noch höher. Sonnige bis schattige Standorte und humose, frische bis feuchte Böden sind optimal. Die eleganten, glänzenden Blätter erscheinen sehr zeitig im Frühjahr. Im Juni / Juli erscheinen etwa 25 cm breite Schirmblüten, die angenehm duften. Kletterhortensien vertragen ausgezeichnet auch den Wurzeldruck von hohen Bäumen. An einem Stab hoch gebunden, lässt sich diese schöne Kletterpflanze auch gut im Kübel halten.
Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) gehört zu den Spreizklimmern und wird bis 3 m hoch. Die gelben Blüten erscheinen in milden Wintern schon im Dezember. Die Hauptblüte ist im Februar / März. An Spalieren lässt sich der Winterjasmin gut aufbinden. Sonnige bis halbschattige Standorte und geschützte Lagen sind optimal.
Zierkiwi (Actinidia kolomikta) schlingen sich bis 3 m hoch. Die weiße Blüte im Juni ist unscheinbar. Männliche Pflanzen färben sich sehr elegant an den Blattspitzen zuerst weiß, dann weißrosa bis rein rosa.
Kriechspindeln (Euonymus fortunei) klettern mit Haftwurzeln sehr langsam, können aber an Mauern und Bäumen Höhen bis 6 m erreichen. Kriechspindeln werden in unserem Gartencenter auch als Bodendecker angeboten, dass sie ebenfalls elegante Kletterer sind, ist weniger bekannt.
Mini-Kiwi (Actinidia arguta ,Issai’) schlingt sich bis auf 15 m Höhe, kann aber auch als robustes Spalierobst gezogen werden. Die weißlichen Blüten im Juni sind unscheinbar. Die kleinen Früchte reifen spät im Herbst, haben das typische Kiwi-Aroma und können mit Schale genascht werden.
Weinreben (Vitis vinifera) können als Spalierobst gezogen werden, an Hauswänden und Pergolen werden sie bis etwa 10 m hoch. Als Spalierobst gezogen ist ein Schnitt im Winter notwendig (Zuwachs pro Jahr bis 4 m), zusätzlich empfehlen wir einen Sommerschnitt.
Hopfen (Humulus lupulus) treibt jedes Jahr aus der Wurzel neu aus, schlingt sich extrem schnell auf bis zu 12 Metern Höhe. Standort: Sonne bis Halbschatten auf nährstoffreichen Böden. Hopfen ist zweihäusig, d.h. männliche und weibliche Blüten wachsen auf getrennten Pflanzen. Die weiblichen Blüten finden als Bierhopfen Verwendung.
Passionsblumen (Passiflora) sind nur sehr bedingt winterhart. Die Sorte Passiflora caerulea hat mit einer dicken Schutzschicht aus Laub allerdings gute Chancen, den Winter zu überstehen. Mit feinen Ranken klettert sie dann zügig auf 7 m Höhe – oft auch deutlich höher. Die bekannten sehr dekorativen Blüten erscheinen von Juni bis September.